Shimano Welsruten und Welsrollen im ultimativen Langzeittest

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Währen mehreren Testwochen über das ganze Jahr verteilt wurde an Italiens strukturreichen Strom dem Po die neuen Ruten und Rollen von Shimano, sowie Zubehör wie Schnur, Vorfächer und dergleichen ausführlich getestet. Bei grosser Hitze und bei eisigen Temperaturen, bei strömendem Regen und im alles erstickenden Morast. Nichts blieb dem Gerät an diesem Welsgewässer der Superlative erspart.
Im Vordergrund standen der Härtetest im Grenzbereich, die Handlingeigenschaften sowie die Dauerhaftigkeit dieser leichten und edlen Geräte. Auch das subjektive Gefühl beim Drill sowie die Funktionalität waren wichtige Details während der aufwändigen Testreihe.

Der Mittellauf des Po

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Als ideales Testgelände empfiehlt sich der vielfältige Mittellauf zwischen Cremona und Ferrara. Starke Stromschnellen, bedächtig dahinfliessende Tiefwasserbereiche und steinbepackte Ufer wechseln sich mit tiefen ausgewaschenen Pools ab. Insbesondere im Mündungsbereich des Oglio bei Cesole befindet sich die ganze Palette unterschiedlichster Reviere. Vertikal- und Spinnfischen ebenso wie Abspann- und Bojenmontagen. Die häufigste und gleichzeitig erfolgreichste Angelmethode ist das Abspannen vom Ufer aus auf Grund oder an ins Wasser hängenden Büschen und Bäumen. Übers Jahr gesehen die beste Methode die ganz grossen Freunde an den Haken zu bringen. Auf Grund wird mittels eines sich natürlich zersetzenden Sandsacks und einer Reissleine der Köder in Grundnähe präsentiert. Vornehmlich bei Hochwasser wird das System an Büschen und Bäumen ebenfalls mit einer Reissleine befestigt. In diesem Falle peilt man die an der Wasseroberfläche raubenden Welse an. In den kühlen Monaten scheint das aktive Fischen vom Boot aus mehr Erfolg zu bringen. Während der Monate Februar, März und im Oktober, November wird tagsüber oft mit der Schleifmethode gefischt. Gute Methoden im Frühling und Herbst sind das Vertikalfischen in tiefen Pools und das extrem aufregende Spinnfischen mit der Jiggingrute. Letzteres speziell auch im Hochsommer. Shimano bietet auch da vorzügliche und preisgünstige Modelle an. 


Mein Domizil während der Testwochen war das Welscamp La Motta das ideale Bedingung bietet.

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Outdoor Übernachtung waren Bedingung für gute Fänge

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Tiefer Morast steht oft mit guten Fangperioden in Verbindung. Nicht nur das Fischereigerät wird so aufs Äusserste strapaziert.

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In herrlichen Altwassern steht manch kapitaler Opa

Shimano‘s neuste Kohlefaser macht’s möglich

Die Ruten präsentieren sich angenehm schnörkellos und in leichter Bauweise. Dies wurde möglich durch Verwendung hochverdichteter Karbonfasern der höchsten Qualitätsstufe. Ebenso wichtig ist die Rolle. Da hat Shimano nicht nur im oberen Preissegment absolute Geheimwaffen. Mit der neuen Shimano Baitrunner 12000D und der Spheros 18000 gelang ein grosser Wurf. Nur beste und enorm standhafte Materialien wurden für die Fertigung mit minimalsten Toleranzwerten verwendet.

Ruten

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Grundsätzlich sind auch moderne Welsruten infolge des Glasfaseranteils oft sehr schwer gebaut. Bis anhin war ein gewisser Glasanteil zur Unterstützung der Stabilität oder der Rutenaktion von Vorteil und auch notwendig. Nicht so beim neusten Shimano Tackle. Möglich macht dies die neuartige Hightech Karbonfaser der heutigen Generation, sowie ein spezielles von Shimano entwickeltes Verfahren bei der Herstellung. Es werden zum Beispiel nur noch geringste Harzanteile verbaut.
Nach gut 10 Jahren mit herkömmlichen, schweren Spitzenprodukten war ich wie im siebten Himmel als an diesem leichten Gerät Zweimeter-plus Welse am anderen Ende der „Power Pro Verbindung“ tobten. Perfekt im Handling, geniale Kampfkurve und edles Design. Dazu kaum in den Grenzbereich zu bekommen. Auch im Trockentest mit roher Gewalt dem Megadrill entsprechend nicht klein zu kriegen.

Shimano Beast Master Super Catfish

Ein wahres Highlight im Rutensektor. Die Super Catfish ist mit lediglich knapp über 300 Gramm die leichteste Welsrute die ich jemals in meinen Händen gehalten habe. Doch Schwächen zeigt sie beim Drill der mächtigen Po Giganten absolut keine. Ein genialer Nebeneffekt ist die Tatsache dass auch kleine Welse fein gedrillt werden können und richtig Spass machen.

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Ein wahrer Gigant hämmert in 150 Metern Entfernung in die Rute

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Leichte und äusserst hochwertige Ringe sorgen für einen feinen Lauf der Flechtschnur

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Die geniale Kampfkurve…wird bei Extrembelastung zum Halbkreis

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Auch bei einem 1.80er nie im Grenzbereich. Dafür feinfühliges Fischen

Verbaut sind XT60 und organische Hightech Biofibre Fasern. Sehr hochwertige aber dennoch klein gehaltene Ringe sorgen für einen feinen Lauf der geflochtenen Schnur. Die Rute ist 2.79m lang und damit ideal für die Uferfischerei. Mit dem dazugehörenden Zwischenteil kann sie auf 3.25m. verlängert werden und ist so auch für das Fischen auf sehr weite Distanzen geeignet. 

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Das Verlängerungsteil bringt die Rute auf 3.35m und ist somit für das Longrange Fischen sehr geeignet.

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Knüppelharte Drill’s sind genau das Richtige für diese Kampfmaschine

Shimano Silurus Power

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Die Silurus Power ist mit ihren 2.60m. die ideale Bootsrute. Bärenstark und perfekt in der Kampfkurve. Mit ihr wird in der Drift des Flusses der Köder hinter dem Boot über Grund geschleift oder mit Zapfenmontage in Vordrift gearbeitet. Als Vordrift wird das Fischen mit voraustreibendem Zapfen und Köder bezeichnet. Bei meinem Test kam sie aber auch vom Ufer aus zum Einsatz. Durch ihre begrenzte Länge ist sie für das Longrange Abspannen nicht geeignet. Doch auf kurze Distanz bis 80 Meter verrichtete sie ihre Arbeit tadellos.

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Schleifen in der Drift – Hauptaufgabe der Power Silurus

Shimano Speedmaster Kaibutsu

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Diese Rute wurde für die kampfstarken Räuber des Meeres, wie etwa Giant Trevally und Sailfish entwickelt. Ideal aber auch für die Bootsfischerei auf Wels. Als Spinnrute mit grossen Gummiködern oder als Schleifrute. Für Leute die was Besonderes suchen ein Geheimtipp. Nur beste Materialien wurden verbaut. Edles Design kombiniert mit genialen Drilleigenschaften machen sie zum genialen Begleiter.

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Schleifen entlang der Abbruchkanten des Naturufers

Rollen

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Welsrollen von Shimano sind tausendfach bewährt. Viele Welsfischer in Frankreich und Italien schwören auf dieses Fabrikat. Währen in Frankreich eher die Spheros 18000 zum Einsatz kommt sind es an italienischen Gewässern neben der Spheros vor allem die Baitrunner 12000D und die Stella 18000.

Baitrunner 12000D

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Seidenweicher Lauf und ultimatives Handling das auf grosse Meeresfische abgestimmt ist bestimmen hier die Eckpunkte. Hightech Kunststoffe und hervorragende Metalle der neusten Generation kommen als Baumaterial zum Einsatz. Die Schnurkapazität ist für die meisten Gegebenheiten ausreichend. Während gewisser Fischereisituationen und beim Hantieren der Auslegeköder ist der Freilauf eine willkommene Bereicherung. Darf aber nicht ausschliesslich für das Ausbringen der Montagen benutzt werden da in diesem Falle wie bei allen andere Stationärrollen ein Schnurdrall entsteht. Unbeeindruckt zeigt sie sich von Morast und Wasserspritzer. Auch gelegentliche Taucheinheiten beim Hantieren am Wasser bewirkten keine Nachteile.

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Respektabler 1.86er Silurus glanis mit der Baitrunner gebändigt.

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Nach dem Drill im Schlamm und Morast ist nicht nur der Fischer arg verschmutzt. Kein Problem! Mit Dreck, Sand und Feuchtigkeit nimmt es die Baitrunner locker auf.

Shimano Spheros 18000

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Ein ultimatives Arbeitstier ohne Kompromisse! Bremswirkung und Schnurkapazität sind ihre Stärken. Dazu kommt die Robustheit dieser zuverlässigen Meeresrolle die beim zähen Ringen gegen eine 90 Kilo Granate auschlaggebend ist.
Spheros Rollen und Beast Master Ruten kennen keine Grenzen was die Ausmasse der Welse betrifft. Diese Rolle empfehle ich für Abspanntechniken auf weite Distanz oder wenn die Möglichkeit besteht dass der Fisch mit der Strömung unvorbereitet das Weite sucht und viel Schnur gefragt ist. Die Kapazität beträgt bei der Power Pro 0.56mm stolze 270 Meter. Bei der 0.76er sind es immer noch rund 235 Meter.

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Schnur für das Welsfischen

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Power Pro setzt Massstäbe! Während viele etablierte Flechtschnüre Wasser und Schmutz, im Falle des Fischens am Po auch Sand aufnehmen ist dies bei der Power Pro ein unbekanntes Übel. Es bilden sich auch nach Jahren keine Schwachstellen infolge aufsprengen einzelner Fasern. Auch sehr positiv ist das Verhältnis Durchmesser/Tragekraft. Power Pro ist die ideale Schnur für das Welsfischen und auch nach Jahren des Einsatzes noch intakt. Ideal für das nächtliche Fischen, aber auch bei diffusem Licht ist die leuchtend gelbe Einfärbung die äusserst stabil gegen Umwelteinflüsse wie z. B. UV Strahlen und Abrieb ist.

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Power Pro ist extrem fest und rund geflochten. Überall dort im Vorteil wo minimalste Durchmesser und grösstmöglichem Power gefragt ist. Unten 0.76mm/95kg – oben 0.56mm/75kg